Designbelag – Was ist gut und was ist schlecht – Review zum Ruf

Designbelag – besser als sein Ruf?

Maria, 20 Jahre alt, gehört zur neuen Generation der Umwelt- und Gesundheitsbewussten. Maria zieht um und sucht nun einen Bodenbelag, der all ihren Ansprüchen genügt: Umweltfreundlich, gesund, pflegeleicht, strapazierfähig und attraktiv. Die Auswahl ist groß und angesichts der Zertifikate, Bodenbelags-Arten und Designs verfällt sie in Ratlosigkeit.

Designbelag Gerflor Senso Rustic 3D

Designbelag Gerflor Senso Rustic 3D

Maria fragt einen Händler nach dem perfekten Bodenbelag und schlägt erbost die Hände über dem Kopf zusammen, als er ihr einen Designbelag empfiehlt. “Umweltschädigend, gesundheitsschädlich und außerdem hässlich”, denkt sie sich und überlegt kurz, sich einen Teppich zu kaufen.

Wirklich? Ist Designbelag umwelt- und gesundheitsschädlich? Werfen wir einen Blick darauf.

Designbelag – komplexer Aufbau

Designbelag besteht aus Polyvinylchlorid! Falsch! Moderner Designbelag kann sich aus Polyvinylchlorid als Nutzschicht  und Holzwerkstoffen wie Kork oder HDF zusammensetzen. Er kann aber auch aus 100 % Polyvinylchlorid bestehen.

Was  ist Polyvinylchlorid? Grundstoffe des Polyvinylchlorid sind Erdöl und Kochsalz – alltägliche Rohstoffe. Dem werden Zusatzstoffe wie Stabilisatoren, Schlagzäh-Modifier und Weichmacher hinzugesetzt. Sie sollen die physikalischen Eigenschaften wie Elastizität, Temperaturbeständigkeit und Zähigkeit beeinflussen. Dabei müssen sie so viel Wirkung wie möglich bei geringer Belastung des Menschen zeigen.

Diese sogenannten Additive führten zum schlechten Ruf des PVC. Vorwürfe wie eine fehlende Zusammensetzung aus natürlichen Rohstoffen  oder eine umweltfreundliche Entsorgung standen dabei im Vordergrund. Menschen wie Maria stellten den Bodenbelag an den Pranger.

Seither arbeiteten die Hersteller von PVC-/Vinyl-Bodenbelägen permanent an einer umwelt- und gesundheitsfreundlichen Produktion von Designbelägen und verabschiedeten im Jahr 2000 eine Selbstverpflichtung zu einer nachhaltigen Entwicklung von Designbelägen. Dazu gehörten unter anderem Verbesserungen der  umweltfreundlichen Produktion sowie die Reduzierung von POP-Emissionen (Ausstoß persistenter organischer Schadstoffe).

Wie sieht es jetzt mit der Umweltfreundlichkeit aus?

Das war vor vielen Jahren. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Hersteller wie Gerflor, Wineo und Parador arbeiteten seit der Selbstverpflichtung im Jahr 2000 konsequent an der  Entwicklung eines umwelt- und gesundheitsfreundlichen Designbelags.

So verwendet Gerflor bei der Mipolam Symbioz-Kollektion ausschließlich Getreidereste als Weichmacher. Wineo stellt elastische Bodenbeläge (Purline Eco-Kollektion) aus 100 % Polyvinylchlorid auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe wie Raps- oder Rizinus-Öl her und Parador reduzierte bei der Produktion elastischer Bodenbeläge den Materialverbrauch um 75 % – eine  Entlastung der Umwelt. Möglich macht dies eine Oberflächenbeschichtung aus PUR (Polyurethan-Kunstharz).

Doch auch andere Hersteller blieben nicht untätig, sondern änderten ihre Zusammensetzungen und Produktionsabläufe. So sind inzwischen die verwendeten Weichmacher frei von schädlichen Phthalaten – einem der früheren Knackpunkte von Designbelag. Auch die Verwendung von Lösungsmitteln und Chlor gehören der Vergangenheit an. Damit können Designbeläge recycelt und zum Teil sogar mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden. Alle derzeit auf dem Markt verfügbaren geprüften Bodenbeläge liegen außerdem weit unter den zulässigen Grenzwerten für Schadstoffbelastungen.

Ein zusätzliches Plus ist die klebefreie Verlegung von Designbelägen mit Klick-Mechanismus, selbstklebendem oder selbstliegendem Rücken. Dadurch ist der Einsatz von lösemittelhaltigem Kleber nicht notwendig. Die Gesundheit wird nicht beeinträchtigt und die Umwelt geschont.

Wie entscheidet sich Maria?

Nachdem Maria anfangs sehr widerwillig und später interessiert dem Händler zuhörte, betrachtet sie Designbelag nun mit anderen Augen. Ihre Befürchtungen, sich mit Designbelägen einen umweltschädlichen und ungesunden Bodenbelag ins Haus zu holen, haben sich zerschlagen. Im Gegenteil! Als “Faultier” im Haushalt begrüßt sie einen Bodenbelag, der sich einfach reinigen und pflegen lässt, auf dem keine bleibenden Flecken bleiben und der als selbstliegende/selbstklebende Variante sogar einzeln austauschbar ist. In  ihrem Katzen-Haushalt ist dieser Vorteil fast ein Muss.

Auch von hässlich kann keine Rede mehr sein. Nach der eingehenden Führung des Händlers durch das Reich von Designbelägen kann sich Maria nicht entscheiden. Kauft sie den Designbelag in Buche-Optik oder bevorzugt sie doch eher das Fliesen-Design? Maria ist erstaunt, wie echt der Vinylboden in Optik und Haptik wirkt. Da sie schon immer einen Holzboden haben wollte, entscheidet sie sich für die selbstliegenden Designbelag-Planken in Holz-Optik. Den Bodenbelag kann sie selbst verlegen und sich so die zusätzlichen Kosten für den Bodenleger sparen. Und wenn Kitty, ihre Katze, mal wieder ihre Spuren im Bodenbelag  hinterlässt, kann sie die Vinyl-Planken einfach austauschen.

Maria ist zufrieden. Im Handumdrehen packt sie ihren Neuerwerb im praktischen Planken-Format in ihren Kleinwagen und fährt davon.

Empfehlungen:

Designbelag zum Verkleben:

Klick-Designbelag:

selbstklebender Designbelag:

selbstliegender Designbelag

Elastischer Bioboden

Über designbelag

Oletta liebt Designbelag am liebsten als Fertigparkett ;-) Mit diesem Vinyl Fussbodenbelag hat man eine Menge Vorteile, denn man kann Ihn leicht selbst verlegen, er ist stark strapazierfähig und damit lange haltbar sowie leicht zu pflegen... Zeige alle Beiträge von designbelag

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